Die Geschichte der Astrologie

Der Ursprung der westlichen/klassischen Astrologie

Die Anfänge finden sich zwischen dem 14. und dem 7. Jahrhundert vor Christus. Tierkreiszeichen, Horoskope und Sternzeichen waren zu der Zeit nicht bekannt. Vielmehr galten die Vorhersagen damals für das ganze Reich bzw. den damals regierenden König. An eine individuelle Deutung, war damals noch nicht zu denken.

In Babylonien beispielsweise, finden sich dazu Keilschrifttexte, die Himmelskonstellationen und Ereignisse aus der Zeit beschreiben. Sie dienten als Nachschlagewerke um damalige Sternkonstellationen zu deuten.

Erst im 6. Jahrhundert vor Christus entstanden langsam die Tierkreiszeichen, ein astrologisches System war da noch nicht erkennbar.

Die Geburtskonstellationen sowie die Vervollständigung und Überarbeitung der Tierkreiszeichen, entstanden um das 5. Jahrhundert vor Christus.
In der Zeitwende, zwischen Jahr 1 vor Christus und dem 1. Jahr nach Christus, formte sich in Ägypten die klassische Astrologie, wie wir sie heute kennen, allmählich heraus. Über viele Jahrhunderte wurde die Sterndeutung in vielen Ländern verbreitet, darunter auch Indien, Persien und im muslimisch-arabischen Reich. Auch im römischen Reich wurde sie bekannt.

Doch die Sterndeutung hat das Christentum in einen Zwiespalt gebracht und nach dem das Christentum zur Religion des Staates erklärt wurde, verschwand auch die Sterndeutung aus dem römischen Reich. Sie wurde abgedrängt und verboten, so zog sie sich zurück in den arabischen Raum. Anschließend durchlief die Astrologie immer wieder Höhen und Tiefen, es entstanden unterschiedliche Arten, die in verschiedenen Ländern gelehrt und verbreitet wurden.

Ab dem 13. Jahrhundert verbreitete sie sich in Europa, beginnend in Italien, so kam es, dass auch Sternzeichen und Geburtshoroskope sowie allgemeine Horoskope für den einzelnen an Bedeutung gewannen. Wochenhoroskope und Tageshoroskope waren zu der Zeit noch nicht bekannt.

Mit den Anfängen des Druckens von Büchern, etwa im 15 Jahrhundert, verbreitete sich die Sterndeutung dann richtig rasant. Zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert erlebte sie einen Aufschwung, wurde an Universitäten gelehrt und mit anderen Themenbereichen, wie etwa der Astronomie verknüpft. Es kam zur Entstehung von Horoskopen, Tageshoroskopen und Wochenhoroskopen, die für viele Menschen an Bedeutung gewannen. Die Individualität der Sterndeutung auf den einzelnen wurde merklich wichtiger. Doch auch hier folgte eine Zeit, in der die Deutung der Sterne an Interesse verliert und in den Schatten rücken muss.

Erst im 19 Jahrhundert konnte sie wieder einen Aufschwung erleben und hält sich seitdem gleichmäßig im alltäglichen Leben eines jeden.

Täglich werden die Vorhersagen und Deutungen der Astrologen gern gelesen, Jahreshoroskope gehören zur Silvesterfeier dazu, Astrologen werden telefonisch kontaktiert und auch im Internet findet sich alles Wissenswerte dazu. Das Internet Horoscope gehört zum aktuellen Leben dazu, wer keine Zeitung hat, nutzt diese Möglichkeit sich auf den Tag vorzubereiten.
Wie viele neue Erkenntnisse in der Geschichte, hat auch die Sterndeutung erst ihren festen Platz gewinnen müssen. Heute gehört sie zum Alltag und wird auch an einigen Universitäten wieder gelehrt und als eigenständiges Fach anerkannt.

Posted on: December 10, 2017